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Prüfen Sie es selbst

Anruf von PayPal: Fragt PayPal am Telefon nach dem Bestätigungscode?

Die Antwort von VOM

VOM HAT ES BEREITS GEPRÜFT

FALSCHE BEHAUPTUNG 95 % Vertrauen: „PayPal ruft Kunden unaufgefordert an und fragt nach ihrem Bestätigungscode“

Falsch (geprüft von VOM am ): PayPal ruft Kunden nicht unaufgefordert an, um nach einem Bestätigungscode zu fragen. Quelle: paypal.com.

So prüft VOM

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Jedes Urteil enthält einen Vertrauenswert und, wenn die Recherche welche findet, die zugrunde liegenden Quellen.

Über diese Prüfung

Was bei diesen Anrufen passiert

Auf verbraucherzentrale.de heißt es, das Telefon klingele und eine Computerstimme informiere darüber, dass angeblich eine Zahlung über mehrere hundert Euro bei PayPal veranlasst worden sei; falls man sie stoppen wolle, solle man eine Taste drücken.

Die Bundesnetzagentur beschreibt die Ansage: „Der Angerufene wird darüber informiert, dass auf seinem Paypal-Account eine Zahlung ausgelöst wurde.“

Dazu die Bundesnetzagentur: „Der Angerufene wird aufgefordert, zur Verhinderung der Zahlung die Taste "Eins" zu drücken.“

Auf verbraucherzentrale-sachsen.de heißt es zu der Ansage: „"Die geplante Überweisung von 500 Euro konnte leider nicht ausgeführt werden" – so oder ähnlich meldete sich in den vergangenen Tagen eine weibliche Computerstimme bei Verbraucher*innen. Am Telefon wurden sie aufgefordert, ihre PayPal-PIN sowie weitere persönliche Daten anzugeben.“

Die Polizei in Münster meldete: „Unbekannte Täter rufen aktuell vermehrt bei Bürgerinnen und Bürgern in Münster an, geben sich als Mitarbeiter von PayPal aus und verschaffen sich im Anschluss Zugriff auf das Mobiltelefon.“

Weiter, laut der Polizei: „Bei dem aktuellen Betrugsversuch werden die potenziellen Opfer zunächst von einer Computerstimme angerufen, die sich als Mitarbeitende von PayPal ausgibt.“

Und weiter, so die Polizei: „Im Anschluss fordert diese Stimme die Angerufenen auf, eine Fernwartungssoftware – oftmals die Software AnyDesk – herunterzuladen.“

Was PayPal selbst sagt

Auf paypal.com schreibt PayPal: „Kontoinformationen, Passwörter oder Validierungscodes sind ausschließlich für deine Augen und Ohren bestimmt. Auch Mitarbeiter:innen eines Kundenservice sollten nicht danach fragen.“

Zur Anzeige im Display heißt es auf paypal.com: „Nur weil "PayPal" draufsteht, heißt das nicht unbedingt, dass der Anruf von uns kommt.“

Zu den Bandansagen schreibt PayPal auf paypal.com: „Betrügerische Personen verwenden automatisierte Systeme, um Sprachanrufe zu tätigen. Wenn bei einem automatischen Anruf eine Nummer angegeben wird und du zum Rückruf aufgefordert wirst, tue das nicht.“

Und auf paypal.com: „Es ist niemals legitim, sich als Vertreter:in des Kundenservice auszugeben und dich aufzufordern, persönliche Daten wie dein Passwort oder deinen Code für die Zwei-Faktor-Authentifizierung preiszugeben, Geld als "Test"-Transaktion zu senden oder Software herunterzuladen.“

Auf verbraucherzentrale.de stellt eine PayPal-Sprecherin klar, dass „PayPal seine Kunden in der Regel nicht anruft – und schon gar nicht mit der Aufforderung, Zahlungen zu leisten“.

Was ist echt?

Zu der Überweisung, die angeblich ansteht, heißt es auf verbraucherzentrale.de: „Tatsächlich gibt es die aber nicht.“

Zu echten Nachrichten schreibt PayPal auf paypal.com: „Für Nachrichten von PayPal wird immer der vollständige Name verwendet, der in deinem PayPal-Konto angegeben ist.“

Ob es die Zahlung wirklich gibt, zeigt allein das Konto selbst – in der App oder auf der Seite, die man selbst aufruft, nie über eine Taste oder einen Rückruf aus der Ansage.

Was die Polizei gemeldet hat

  • Die Polizei meldete einen Anruf, angeblich von PayPal: „Am Dienstag (04.08.) ist eine 31-jährige Ibbenbürenerin von einem angeblichen PayPal-Mitarbeiter betrogen worden. Der Unbekannte rief die Frau am frühen Mittag an und sagte ihr, dass auf ihrem Konto verdächtige Aktivitäten festgestellt wurden, die nun gestoppt werden müssten.“
  • Weiter, laut der Polizei: „Die Ibbenbürenerin wurde am Telefon durch den angeblichen PayPal-Mitarbeiter angewiesen, verschiedene Apps auf ihr Handy zu installieren.“
  • Die Polizei meldete einen Anruf, angeblich von PayPal: „Am Mittwoch, den 26. August 2026, ist eine junge Frau aus Nienburg Opfer einer geschickten Betrugsmasche geworden. Die Geschädigte erhielt einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter des Online-Bezahldienstes PayPal.“
  • Weiter, laut der Polizei: „Im Zuge des Telefonats wies er die Nienburgerin zudem an, insgesamt vier Apps zu installieren.“
  • Den Schaden nennt die Polizei so: „Der Gesamtschaden beläuft sich auf knapp 10.000 Euro.“

Woran sich so ein Anruf erkennen lässt

  • Zur Nummer schreibt die Bundesnetzagentur: „Als Absenderkennungen der Anrufe werden meist ausländische Rufnummern übertragen oder die Rufnummernanzeige wird unterdrückt.“
  • Und weiter, so die Bundesnetzagentur: „In einigen Fällen kam es aber auch zu Anrufen unter Anzeige deutscher Mobilfunkrufnummern.“
  • Die Polizei schreibt: „Unternehmen wie PayPal nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf.“

Was während des Anrufs zu tun ist

  • Der Rat auf verbraucherzentrale.de: „Falls Sie so einen Anruf erhalten, legen Sie auf! Drücken Sie keine Taste, um mit jemandem verbunden zu werden!“
  • Die Bundesnetzagentur rät: „Ignorieren Sie die Aufforderung, eine Taste zu drücken.“
  • Ebenfalls von der Bundesnetzagentur: „Teilen Sie keinesfalls persönliche Daten mit!“
  • Die Polizei rät: „Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie Bankkonto- oder Kreditkartendaten oder die Zugangsdaten zu Ihren Kundenkonten heraus.“
  • Und weiter, so die Polizei: „Gewähren Sie unbekannten Anrufenden außerdem niemals Zugriff auf Ihr Smartphone, beispielsweise durch die Installation einer Fernwartungssoftware.“
  • Danach, laut verbraucherzentrale.de: „Öffnen Sie nach dem Anruf die Amazon- oder PayPal-App oder die echte Internetseite amazon.de bzw. paypal.de, melden Sie sich dort mit Ihren Zugangsdaten an und sehen Sie nach, ob es wirklich eine unbekannte Zahlungsanweisung über einen hohen Betrag gibt.“
  • Wer den Wortlaut der Ansage oder des Anrufers aufschreibt, kann ihn oben in das Feld einfügen: VOM prüft ihn, bevor jemand einen Code nennt.

Ich habe den Code genannt oder eine App installiert. Was jetzt?

  • Die Polizei erklärt, was eine Fernwartungssoftware bewirkt: „Hierdurch erhalten die Betrüger Zugriff auf das Mobiltelefon und können finanziellen Schaden anrichten.“
  • Auf paypal.com steht: „Wenn dir eine Transaktion auffällt, die du nicht getätigt oder genehmigt hast, melde dies umgehend unter "Konfliktlösungen".“
  • Weiter auf paypal.com: „Ändere dein Passwort, deine PIN und die Sicherheitsfragen für all deine Konten – einschließlich für deine E-Mail-Konten und Konten, die nicht gefährdet zu sein scheinen.“
  • Gibt es die Zahlung wirklich, rät verbraucherzentrale.de: „Falls ja, nehmen Sie über die App oder die Internetseite Kontakt zum echten Kundenservice auf!“
  • Die Polizei rät: „Geben Sie niemals an unbekannte Personen Daten preis oder lassen Sie sich von diesen dazu verleiten, zum Beispiel Apps auf Ihr Handy zu laden. Nehmen Sie direkten Kontakt zu Ihrer Bank oder Ihrem Zahlungsdienstleister unter den Ihnen bekannten Nummern auf.“
  • Und weiter, so die Polizei: „Sollte es dennoch zu einem Schaden gekommen sein, melden Sie sich bei der Polizei.“

Quellen, die die Suche gefunden hat