SMS von Amazon: Ist die Nachricht mit dem Link wirklich von Amazon?
Die Antwort von VOM
VOM HAT ES BEREITS GEPRÜFT
FALSCHE BEHAUPTUNG Vertrauenswert 95 %: „Amazon fragt Kunden per Link in einer SMS nach Zahlungsdaten oder Anmeldedaten“
Falsch (geprüft von VOM am ): Amazon fordert Kunden nicht über einen Link in einer SMS zur Angabe von Zahlungs- oder Anmeldedaten auf. Quelle: chroniclelive.co.uk.
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Über diese Prüfung
Eine SMS meldet ein Paket, das bestätigt werden soll, ein Konto, das gesperrt sei, oder eine Zahlung, die fehlgeschlagen sei, und ein Link soll das Problem lösen. Diese Seite prüft die Behauptung, auf die diese Nachrichten bauen: dass Amazon seine Kunden über einen Link in einer SMS nach ihren Zahlungsdaten oder ihren Anmeldedaten fragt. Sie bewertet nicht Amazon, sondern die Nachricht, die in seinem Namen ankommt.
Was gerade verschickt wird
Auf verbraucherzentrale.de heißt es: „Die Verbraucherzentralen warnen vor SMS von angeblichen Paketdiensten, in denen Empfänger auf einen Link tippen sollen.“
Unter den Beispielen auf verbraucherzentrale.de steht eine Nachricht, die den Namen Amazon trägt: „Lieferung bei Amazon: bestätigen Sie“, gefolgt von einem Link.
Auf verbraucherzentrale.de steht auch dieses Beispiel: „Ankunft heute: Ihr Amazon-Paket.“
Die Folgen beschreibt verbraucherzentrale.de so: „Die Folge können schädliche Apps, Massen-SMS und Abofallen sein.“
Die Masche läuft auch über eine E-Mail. verbraucherzentrale-niedersachsen.de beschreibt eine Mail, in der es heißt: „Handeln Sie nicht, könne der Zugriff auf Ihr Amazon-Konto vorübergehend eingeschränkt werden.“
Die Forderung dieser Mail, laut verbraucherzentrale-niedersachsen.de: „Betroffene sollen ihre Zahlungsinformationen aktualisieren und den Betrag in Höhe von 6,99 Euro begleichen.“
Was Amazon dazu sagt
pcwelt.de zitiert Amazon mit dem Satz: „Amazon wird Sie niemals in E-Mails, SMS-Nachrichten oder Anrufen nach Ihren persönlichen Informationen fragen.“
Weiter heißt es auf pcwelt.de, dass „Amazon.de-E-Mails immer von einer Adresse stammen, die auf @amazon.de endet“.
Der Rat auf verbraucherzentrale-niedersachsen.de: „Rufen Sie die Amazon-Seite direkt auf und loggen Sie sich in Ihrem Account ein.“
Und weiter auf verbraucherzentrale-niedersachsen.de: „Sollte mit Ihrem Zugang oder Ihrem Konto tatsächlich etwas nicht in Ordnung sein, werden Sie das umgehend erkennen.“
So funktioniert die Masche
Auf bsi.bund.de, der Phishing-Seite des Bundesamts, heißt es: „Hinter Smishing - dem Phishing per SMS - steckt eine weitere Angriffsvariante von Cyber-Kriminellen.“
Das Ziel beschreibt bsi.bund.de so: „Das vorrangige Ziel ist es, Zugangsdaten abzugreifen und diese für weitere Betrügereien zu missbrauchen.“
Zu den Absendern schreibt bsi.bund.de: „Die SMS kommen meist von angeblichen Paketdiensten, die eine Sendungsverfolgung, Probleme mit der Paketzustellung beinhalten oder auch von Onlineshopping-Plattformen, die eine Zahlungsaufforderung enthalten.“
Die Bundesnetzagentur kennt die Welle ebenso: „Ein weiteres häufiges Beispiel für Spam-Nachrichten ist die massive Belästigung durch Versendung von SMS im Namen von bekannten Banken oder Paketdienstleistern.“
Die Anzeichen
- bsi.bund.de nennt zwei: „Achten Sie zum Beispiel auf Rechtschreibfehler (insbesondere bei Umlauten wie ö, ä, ü) in der SMS und kuriose Zeichenabfolgen innerhalb der Links.“
- Dazu der Rat von bsi.bund.de: „Überlegen Sie erst einmal genau, ob Sie gerade ein Paket erwarten und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.“
- Ein Merkmal, das verbraucherzentrale-niedersachsen.de nennt: „Sie erkennen eine kryptische Absender-Adresse.“
- Noch eines von verbraucherzentrale-niedersachsen.de: „Sie werden mit einem unpersönlichen Hallo angeschrieben.“
- Zu den Zollgebühren, die manche SMS verlangen, schreibt verbraucherzentrale.de: „Das heißt, eventuelle Zollgebühren sind nicht vor der Zustellung eines Pakets über eine Internetseite zu bezahlen.“
Was zu tun ist
- Die Regel auf verbraucherzentrale.de: „Öffnen Sie keinen Link aus SMS unbekannter Herkunft!“
- Und weiter auf verbraucherzentrale.de: „Antworten Sie nicht auf die SMS, sondern löschen Sie sie!“
- Der Grund, ebenfalls von verbraucherzentrale.de: „Jede andere Reaktion zeigt, dass die Handynummer aktiv genutzt wird.“
- Wer wirklich ein Paket erwartet, findet auf verbraucherzentrale.de diesen Weg: „Erwarten Sie tatsächlich ein Paket, öffnen Sie die Internetseite des Paketdienstes in einem Browser und geben Sie dort die Sendungsnummer ein, um den Status zu prüfen.“
- Die Bundesnetzagentur rät: „Geben Sie keine persönlichen Daten über Links in SMS oder E-Mails an, es sei denn, Sie haben den Absender verifiziert.“
- Ebenfalls von der Bundesnetzagentur: „Überprüfen Sie immer die URLs und stellen Sie sicher, dass diese mit den offiziellen Webseiten übereinstimmen.“
- Der Rat auf verbraucherzentrale-niedersachsen.de: „Klicken Sie nicht auf den Link, geben Sie keine Daten ein.“
- Die Nummer sperren? verbraucherzentrale.de schreibt: „Die Rufnummer des SMS-Absenders kann gesperrt werden.“
- Aber, so verbraucherzentrale.de weiter: „Doch das schützt nicht vor weiteren ähnlichen Nachrichten, denn die Nummern wechseln ständig.“
- Wer so eine SMS bekommt, fügt sie oben in das Feld ein: VOM prüft den Text, bevor jemand auf den Link tippt.
Wenn der Link schon angetippt wurde
- Für diesen Fall sagt verbraucherzentrale.de: „Haben Sie den Link in der Nachricht angetippt, erlauben Sie keine Installation einer neuen App!“
- verbraucherzentrale-niedersachsen.de rät zuerst: „Schalten Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus.“
- Dann, so verbraucherzentrale-niedersachsen.de: „Informieren Sie Ihren Telefonanbieter.“
- Außerdem, ebenfalls von verbraucherzentrale-niedersachsen.de: „Richten Sie unbedingt bei Ihrem Mobilfunkprovider die Drittanbietersperre ein, um weitere Kosten zu vermeiden.“
- Wer die Kartendaten eingegeben hat, bekommt auf verbraucherzentrale-niedersachsen.de diesen Rat: „Haben Sie Ihre Kreditkartendaten angegeben, setzen Sie sich mit Ihrem Kreditkarteninstitut in Verbindung und stoppen Sie die Abbuchungen.“
- Wer seine Anmeldedaten eingegeben hat, ändert das Passwort sofort, und zwar direkt in der App oder auf der Seite, nie über den Link.
- Zu der Anzeige schreibt verbraucherzentrale-niedersachsen.de: „Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.“
Wo man die SMS melden kann
- An Amazon: Auf verbraucherzentrale-niedersachsen.de steht die Adresse: „Leiten Sie die verdächtige E-Mail Amazon weiter unter:
reportascam@amazon.com.“ - An die Verbraucherzentralen: Laut verbraucherzentrale.de wurden diese Nachrichten „unter anderem an
phishing@verbraucherzentrale.nrwgemeldet“. - An die Bundesnetzagentur, die Beschwerden über solche SMS entgegennimmt: „Anhand Ihrer Beschwerde können wir Verstöße prüfen und geeignete Maßnahmen ergreifen, wie z.B.:“
- Eine der Maßnahmen, die die Bundesnetzagentur nennt: „Anordnung der Abschaltung von Rufnummern, so dass die Rufnummer technisch nicht mehr erreichbar ist“
- Das Beschwerdeformular ist dort verlinkt.
- Bei der Polizei: Das Portal der Onlinewachen erklärt: „Dann können Sie über ein Online-Formular eine Strafanzeige erstatten oder der Polizei Hinweise / Mitteilungen senden.“
- Vorab, so das Portal: „Sie müssen zuerst das zuständige Bundesland auswählen“
- Zu den Delikten, die dort gemeldet werden können, zählt laut der Liste des Portals „Betrug: Missbrauch von Daten oder Kundenkonten, Betrug im Internet“.
- bsi.bund.de verweist ebenfalls dorthin: „Strafanzeige stellen bei den Onlinewachen der Länder oder der örtlichen Polizeidienststelle“
- Das Service-Center des Bundesamts ist laut bsi.bund.de unter „0800 274 1000“ erreichbar.
Fragen dazu
Schickt Amazon überhaupt SMS?
Ob eine Nachricht von Amazon stammt, zeigt nicht die Nachricht selbst, sondern das Konto: die Bestellungen, die Lieferungen und die Zahlungen stehen dort, in der App oder auf der Seite, die man selbst aufruft. Die Antwort von VOM auf die Behauptung, dass Amazon über einen Link in einer SMS nach den Daten fragt, steht oben, mit den Quellen.
Ich habe auf den Link getippt. Was jetzt?
Die Schritte stehen oben in dem Abschnitt für den Fall, dass der Link schon angetippt wurde: keine App installieren, das Smartphone in den Flugmodus schalten, den Anbieter informieren, wenn die Kartendaten eingegeben wurden, das Kreditkarteninstitut anrufen, und zuletzt eine Anzeige erstatten.